Ich gebe zu, ich war schon irgendwie gespannt und fragte bereits seit Tagen meine Kollegen, was denn bei der U7 ihrer Kinder so gemacht wurde. Die U7 ist im Grunde die erste Untersuchung, bei dem die Kinder aktiv etwas tun sollen, um ihren Entwicklungsstand überprüfen zu können. Sie steht im 21. – 24. Lebensmonat an.

Worum geht es in der U7?

Neben der Erfassung der Werte für Kopfumfang Gewicht und Größe, um das körperliche Wachstum einschätzen zu können, werden in der U7 motorische und sprachliche Fähigkeiten geprüft.

Bevor die Ärztin ins Spiel kam, nahmen die Schwetsern die Werte auf und mit Hilfe einer speziellen 3D-Karte, wurde das Sehverhalten unserer Motte überprüft. Zunächst reagierte sie leider gar nicht auf die Fragen der Schwester. Doch dann habe ich mich neben sie gestellt und gefragt, ob sie mir das Auto/den Stern etc zeigen kann. Ab dann lief es ganz flüssig und schnell.

Motorische Fähigkeiten

Ein Kollege berichtete, dass sein Kind bei der U7 einen Turm bauen sollte. Für unsere kleine Motte gab es stattdessen eines dieser Form-Zuordnungspuzzle mit Bauernhoftieren. Das half gleich doppelt, denn einerseits konnte so die Feinmotorik überprüft werden und andererseits kam die Motte mit der Ärztin ins Gespräch, denn sie wurde immer wieder gefragt, welches Tier das ist.

Das Finden der Formen klappte hier nicht so zielsicher wie zu Hause, woran man wohl merkt, dass sie die Puzzle zu Hause einfach gut kennt und bereits auswendig weiß, welches Tier wohin gehört.

Unsere Steckpuzzle zu Hause

Sprachliche Fähigkeiten

Nach dem Puzzle schaute sich die Ärztin mit der Motte noch ein Bilderbuch an. Unsere Kleine sprang sofort auf die Wildtiere an und durfte sich dann die entsprechende Doppelseite anschauen. An ein paar Stellen merkte ich, dass die Ärztin etwas zu schnell war. „Wie heißt das Tier hier mit dem langen Hals – (kurze Pause) – ist das eine Giraffe?“ Ich weiß nicht, ob ihr bewusst war, dass die Kleine einfach müde und bei Fremden auch etwas zurückhaltend war, denn eigentlich erkennt die Motte seit unserem Zoobesuch Giraffen sehr zuverlässig.

Neben diesen Kurzgesprächen gab es noch Rückfragen an uns, ob sie denn in 2/3-Wortsätzen spricht. In dem Moment meldete sich die Kleine: „(Motte) möchte Koffer haben!“ – gemeint hat sie den Spielzeug-Arztkoffer, der bei unserem Kinderarzt in jedem Behandlungsraum steht. Kurz: Ja, sie spricht 3-Wort-Sätze, manchmal auch 4-Wort-Sätze.

Mein Kollege wiederum erzählte, dass er auf einem A4-Blatt mit Worten ankreuzen musste, was sein Sohn schon alles sagen kann. So eine Auswertung blieb uns erspart.

Sauberkeitserziehung

Auch das Thema Sauberkeitserziehung berührten wir kurz. Natürlich saß die Motte in Windel auf der Behandlungsliege. Nur gegen Belohnung geht sie mittlerweile vereinzelt aufs Töpfchen, doch das sei vom Tempo her in Ordnung.

Körperhaltung und Laufbewegung

Anschließend durfte die Motte ein wenig durch das Zimmer flitzen und auf Kommando in die Hocke gehen. Für Gummibärchen hat sie das sehr gerne getan. Nur beim Knien merkte die Ärztin an, sollten wir darauf achten, dass sie sich mehr auf die Versen setzt, statt die Beine zur Seite zu schieben. Sonst würde das eine Entwicklung hin zu X-Beinen unterstützen. Alternativ im Schneidersitz oder Beine lang.

Und statt der Lederschühchen sollen wir sie zu Hause lieber auf Stopper-Socken laufen lassen, damit sich der Fuß besser entwickelt. Na mal schauen, denn leider ist unser Fußboden immer ziemlich kalt und die Motte zieht immer die Socken aus.

Zum Schluss durfte die Motte noch ein wenig mit dem Arztkoffer spielen, den sie schon vorab haben wollte. Da war es gar nicht so einfach, sie nebenher anzuziehen und zum Gehen zu bewegen.

Wie war das bei euch? Was sollten eure Kinder bei ihrer U7-Untersuchung machen?

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